„252 km/h“ steht vorne im Wagen auf dem Display. Es ist zwanzig vor fünf, ich sitze im Zug. ICE 693, Berlin-Göttingen-Stuttgart-München. Umsteigen in Mannheim, zuhause um halb zehn. Wolfsburg lassen wir wie im Flug hinter uns. Wieder rauf auf die Neubaustrecke. Kaffee wurde schon verkauft, Brezeln noch nicht.
Ich war in Berlin. War ich das? Gestern Mittag stapfte ich noch durch den Baden-Badener Schneematsch. Gestern Abend Döner und Guinness in der Friedrichstraße. Bis um zwölf gearbeitet und einen Workshop beim Kirchentag vorbereitet. Heute Morgen einen Fortbildungstag in Brüssel vorbereitet und endlich mal die Inhalte präzisiert. Meine Freundin kam zum Mittagessen, bleibt bis Sonntag. Ich fahre nach Hause, ins Wochenende.
Zum Glück habe ich reserviert. Es ist Freitagnachmittag, alle Wochenendpendler wollen nach Hause. Heute bin ich kein Wochenendpendler, aber will auch nach Hause. Und bin mal wieder über mein Macbook froh, weil es überall dabei ist. Ich arbeite ein wenig, höre Musik, schaue aus dem Fenster. Und bin dankbar, mit großartigen Menschen an tollen Themen arbeiten zu dürfen.
Am Donnerstag fahre ich nach Hamburg.
Es ist doch einige Zeit vergangen, als ich das letzte mal bloggte. Bevor es hier wieder richtig los geht, ist ein Rückblick doch durchaus gerechtfertigt, oder?
Zuersteinmal war ich im letzten Jahr recht viel unterwegs. Meine Fernbeziehung und mein Engagement für die Evangelische Jugend sind „schuld“ daran und das erste Jahr mit BahnCard 50 hat sich mehr als gelohnt. Im Februar gab’s ein paar Tage Berlinurlaub. Zu Pfingsten waren wir dann eine Woche Spanien inklusive Barcelona. Feine Sache.
Im Juni war ich eine knappe Woche in Nordirland bei einem Seminar des EYCE. Dort haben wir unter dem Thema Tearing Down the Walls auch den Nordirlandkonflikt hautnah kennen gelernt. Ich war erschocken, als ich erfuhr, dass in Belfast keineswegs Frieden herrscht, sondern lediglich Gewaltlosigkeit, die wohl nur den Mauern und der nachtnächtlichen Abriegelung der Stadtteile zu verdanken ist. Weiterlesen…